ED - Ellenbogengelenksdysplasie

Unter der ED fasst man mehrere wachstumsbedingte Erkrankungen des Ellenbogengelenks zusammen.

1. OCD - Osteochondrose
Der gesunde Gelenkknorpel wird über die Gelenkflüssigkeit (Synovia) ernährt. Die Nährstoffe werden über Diffusion im Knorpel verteilt. Bei der OCD wächst der Knorpel aus unterschiedlichen Gründen bis zu einer Stärke heran, dass er nicht mehr durch die Synovia ernährt werden kann. Dadurch sterben Knorpelzellen ab. Durch starke mechanische Einwirkungen kann es passieren, dass sie sich vom Knochen lösen und sich frei im Gelenk bewegen. Diesen Zustand nennt man OCD.

2. IPA - Isolierter Processus anconeus
Die Ulna (Elle) bleibt gegenüber dem Radius (Speiche) im Längenwachstum zurück. Dies nennt man Short-Ulna-Syndrom. Dabei wird der Condylus Humeri gegen den Proc. anconeus gestoßen und verhindert den Schluss der Apophysenfuge.

3. FPC - Fragmentierter Processus coronoideus
Die Ursache ist hier ein Short-Radius-Syndrom (Der Radius bleibt gegenüber der Ulna im Längenwachstum zurück) und/oder eine zu enge Aussparung für den Oberarm. Die Folge: In der Spitze des Processus Coronoideus werden Knorpel und Knochen geschädigt. Dabei kommt es häufig zu kleinen Knochen-Knorpel-Fragmenten.

Das Ellenbogengelenk besteht aus Elle, Speiche und Oberarmknochen. Die Gelenkflächen dieser Knochen müssen exakt zusammen passen und mit einer Knorpelschicht überzogen sein, damit das Gelenk vernünftig funktionieren kann. Ist das nicht der Fall, kommt es zu einer Entzündung im Gelenk. Die Folge ist Arthrose. Der Hund bekommt Schmerzen und fängt an zu Lahmen. ED ist vererbbar, kann aber auch bei Hunden auftreten, deren Eltern nicht an ED leiden. Besonders häufig sind große Rassen und Hunde die schnell wachsen, davon betroffen. Welpen, die zu lange energiereiches Fertigwelpenfutter bekommen, wachsen zu schnell. Mit der richtigen Ernährung kann man das Wachstum normalisieren. Beim Aussie kommt ED eher selten vor.
Je nachdem welche Erkrankung im Ellenbogen ist, gibt es verschiedene Therapieformen. Heilbar ist ED zwar nicht, aber wenn man sie rechtzeitig erkennt, kann man durch die Therapien die Erkrankung nach hinten verschieben, wodurch der Hund länger schmerzfrei leben kann.

Was im Alltag erleichtern kann:

- eventuelle Futterumstellung
- Treppen hoch und runter vermeiden
- Sprünge, wie in und aus dem Kofferraum vermeiden
- lieber mehrere kleine, als eine große Runde spazieren gehen
- keine Ball- oder Stöckchenspiele
- nicht lange rennen, lieber regelmäßig schwimmen
- Physiotherapie

Ebenso wie die HD, ist auch die ED ein Zuchtausschluss.

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