Bones and raw food - im Deutschen heißt es “Knochen und rohes Futter“ und erklärt bereits im Namen die Ernährungsform. Die meisten kennen B.A.R.F. aber unter “Biologisch artgerechte Rohfütterung“.
Barfen ist für den Hund die beste Ernährungsform, erfordert aber vom Hundebesitzer ein bisschen Köpfchen. Viele Menschen denken, es reicht, dem Hund rohes Fleisch zu geben und wundern sich dann, dass ihr Hund einen Mangel bekommt und der Tierarzt ihnen von dieser Ernährungsform abrät. Dass Tierärzte meist gegen barfen sind, hat jedoch einen einfachen Grund. Sie sehen, wie viele Tierbesitzer einfach nicht nachdenken. Viele Menschen sind der Meinung, sie können dem Hund täglich etwas Muskelfleisch in den Napf tun und das wars. Das hat jedoch nichts mit barfen zu tun.
Beim richtigen Barfen baut der Hundebesitzer ein Beutetier nach. Dazu gehört Muskelfleisch, Pansen, Blättermagen, Knochen, verschiedene Innereien, Fell, Haut, Horn, Augen, Blut, Fisch, usw.

Dazu benötigt der Hund Fett, Omega-3-Fettsäuren, verschiedene Mineralien und Vitamine. Ebenso gehören verschiedene Kräuter auf den Speiseplan. Nur wer sich richtig mit der Ernährungsform auseinander setzt und sich daran hält, sollte barfen. Denn nur reines Muskelfleisch zu füttern, macht den Hund früher oder später krank. Für den Start sollte man sich einen professionellen Futterplan von einem/einer Tierernährungsberater/in erstellen und sich beraten lassen.

Vorteile für den Hundebesitzer

Der Hundebesitzer weiß genau, was im Napf landet.
Das Menu kann je nach Bedarf angepasst werden. (Bsp. Verstopfung - mehr Innereien)
Wer richtig barft, spart oft jede Menge Tierarztkosten.
Dosen und Säcke für den Urlaub entfallen, da man Fleisch und Knochen in jedem Supermarkt kaufen kann. Gemüse kann man mit Babybrei aus dem Gläschen ersetzen. Pansen und Blättermagen kann zu Hause bleiben. Die Woche nach dem Urlaub gibt es davon einfach eine Portion mehr.
Beim Training in der Hundeschule hört meist der Hund mit frischen Fleisch am besten.

Nachteile für den Hundebesitzer

Ohne Kühltruhe muss man ca. 2x pro Woche frisches Fleisch kaufen.
Einige Menschen mögen kein rohes Fleisch.
An den Geruch von Pansen muss man sich erst gewöhnen.
Der Zeitaufwand ist etwas höher als Fertigfutter.
Die Beratung eines/r Tierernährungsberater/in ist sinnvoll, um Mängel zu vermeiden.
Das viele Durcheinander im Internet, bringt Barf-Neulinge schnell durcheinander.
Auf dem Spaziergang muss man etwas erfinderisch werden, wenn man den Hund draußen füttern möchte.

Vorteile für den Hund

Es wird nicht langweilig im Napf.
Der Hund wird so ernährt, wie es ihm die Natur vorgibt.
Gebarfte Hunde sind deutlich weniger von Allergien geplagt.
Frisches Fleisch schmeckt den meisten Hunden am besten.
Knochen sind tolle, artgerechte Kopfbeschäftigung. (Jedoch sollte der Hund damit nicht allein gelassen werden.)
Nur durch dir Fütterung von Frischfleisch kann die Magensäureproduktion richtig funktionieren.
Ein großes Stück Pansen, sowie stückiges Fleisch sorgen durch das Abnagen für einen Zahnpflegeeffekt.

Nachteile für den Hund

Wenn der Besitzer richtig barft, gibt es für den Hund keine.
Eine kleine Anzahl von Hunden, verträgt / mag rohes Fleisch nicht.
 
Hier sieht man doch mehr Vorteile als Nachteile für den Hund. Für den Menschen ist es etwas zeitaufwändiger als TroFu und NaFu, aber die meisten sehen ihren Hund als Familienmitglied und haben mit den 3 Minuten am Tag wenig Probleme.

Es gibt eine Hand voll Hunde, die rohes Fleisch nicht mögen oder nicht vertragen. Gerade wenn sie vorher jahrelang Trockenfutter bekommen haben. Für diese Fälle empfiehlt es sich, sich beraten zulassen und gemeinsam mit einem/einer Tierernährungsberater/in die richtige Ernährung für den Vierbeiner zu finden.
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