Nassfutter

Nassfutter wird von den meisten Hunden gern gefressen. Besonders kleine Hunde und Minirassen fressen es lieber als TroFu. Das liegt unter anderem an der Anatomie ihres Gebisses. Nassfutter ist einfach leichter zu kauen, als Trockenfutter.
Beim Nassfutter ist jedoch meist das Problem, dass nicht alle Inhaltsangaben auf der Dose stehen. Das kann fatale Auswirkungen für den Hund haben. Denn der Hund ernährt sich nach dem Beutetierprinzip. Daher muss der Hundebesitzer darauf achten, dass mindestens 70% Fleisch im Futter ist. Davon sollte der meiste Teil Muskelfleisch sein und nicht, wie bei vielen angegeben, Lunge oder Herz.
Ebenso muss auf der Dose stehen, wieviel Leber, Herz, Karotte, Kartoffel, usw. im Futter enthalten ist. Oft steht lediglich: “Pansen, Euter, Innereien“ – ohne Prozentangaben. Der Hundebesitzer muss jedoch wissen, welche Innereien in der Dose stecken. Von welchem Tier sind sie? Wieviel ist davon enthalten? Welche und wieviel pflanzliche Bestandteile sind in der Dose?
Auch Angaben wie: “60% Büffel, bestehend aus Fleisch und Innereien“, sind schwammig. Da sich dieselbe Frage stellt, wieviel genau von allem enthalten ist. Viele Hundebesitzer achten nur auf den ersten Inhalt, da davon bekanntlich am meisten enthalten ist. Es reicht jedoch nicht, dass als erstes 30% Muskelfleisch steht, wenn danach mehrere pflanzliche Teile folgen, die insgesamt mehr sind, als das Muskelfleisch.
Auch auf die Qualität des Öls muss man achten. Oft wird Rapsöl in Dosenfutter verwendet. Dies ist jedoch sehr Omega-6-lastig, was entzündungsfördernd ist. Daher sollte es im Hundefutter unbedingt vermieden werden.
Entscheidet sich ein Hundehalter für Nassfutter, ist es wichtig auf die Qualität zu achten. Die Zeit, die man zum Vergleichen der Produkte benötigt, lohnt sich. Denn auch hier gibt es minderwertige und hochwertigere Produkte. Auf folgende Dinge sollte man achten:

Sind genaue Angaben in der Zutatenliste?

Wieviel Fleisch von welchem Tier ist enthalten? Wie viele und welche pflanzlichen Produkte sind in dem Futter? Welches Öl wurde verwendet? Wieviel ist davon enthalten? Was wurde als Kalziumquelle genutzt? Wieviel ist davon im Futter?

Steht auf der Dose Fleisch oder tierische Nebenerzeugnisse?

Unter diesem Begriff kann sich nämlich alles verbergen. Unter anderem Knochen, Hufe, Fell, usw. Die jeweiligen Bestandteile des Beutetieres sind nicht verkehrt in der Fütterung, sollten aber nach genauen Angaben gefüttert werden. Da man diese nicht kennt, sollte man kein Futter mit tierischen Nebenerzeugnissen kaufen.

Welche pflanzlichen Bestandteile stecken im Futter?

Wieviel Gemüse, Obst und Kräuter sind im Futter enthalten? Es sollten genaue Angaben auf der Dose stehen. Mit pflanzlichen Nebenerzeugnissen kann, wie bei den tierischen Nebenerzeugnissen alles gemeint sein – auch fauliges Stroh.

Sind billige Zusatz- oder Füllstoffe enthalten?

Diese machen den Hund krank und haben nichts im Hundefutter zu suchen.
 

Vorteile für den Hundebesitzer

- Es gibt verschiedene Sorten fertig gemixt zu kaufen.
- Verschlossene Dosen lassen sich eine ganze Weile lagern.
- Es lässt sich problemlos mit in den Urlaub nehmen.

Nachteile für den Hundebesitzer

- Meist fehlen wichtige Angaben der Inhaltsstoffe.
- Die Fütterungsempfehlung ist laut NRC Werten meist fehlerhaft.
- Die Dosen nehmen viel Platz im Schrank weg, wenn man auf Vorrat kauft.
- Geöffnete Dosen müssen schnell verbraucht werden.

Vorteile für den Hund

- Nassfutter kommt dem Beutetier näher, als Trockenfutter.
- Auch trinkfaule Hunde erhalten auf diese Art der Fütterung genügend Flüssigkeit.
- Qualitativ hochwertiges Futter schmeckt den meisten Hunden.

Nachteile für den Hund

- Durch den hohen Flüssigkeitsanteil kann der Hund Durchfall bekommen.
- Viele Hunde werden von Nassfutter aufgrund des Wasseranteils nicht satt.
- Da Nassfutter meist eine matschige Konsistenz hat, hat der Hund nichts zum Kauen und keinen Zahnpflegeeffekt.
- Das Fleisch passiert auf Grund der Konsistenz recht schnell den Magen und der Hund hat schneller wieder Hunger.
- Das Fleisch muss gekocht werden, um es haltbar zu machen. Dadurch werden die Eiweißmoleküle verändert.
- Wasserlösliche Vitamine gehen im Nassfutter verloren.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen