Trickdogging

Hunde brauchen körperliche, aber auch geistige Beschäftigung. Dafür bietet sich, gerade beim Australian Shepherd das Trickdogging an. Dabei lernt der Hund verschiedene Tricks und Kunststücke. Das reicht vom einfachen Pfötchen geben, über eine Rolle machen, bis hin zu Sprüngen und Tanzschritten. Die meisten Aussies haben großen Spaß daran, neue Tricks zu lernen und freuen sich, diese vorzuführen.
Trickdogging ist eine wetterunabhängige Sportart, da man direkt im Wohnzimmer beginnen kann. Wichtig ist nur, dass man Ruhe und Geduld hat, um seinem Hund die Tricks beizubringen.
Nutzen kann man einige der gelernten Tricks auch für andere Sportarten, wie Obedience, Frisbee, Treibball oder Dogdance.

Hilfsmittel

Beim Trickdogging ist es hilfreich, wenn man einen Clicker oder ein Targetstab benutzt. Dadurch kann man schneller im richtigen Moment reagieren und der Hund versteht schneller, was man von ihm möchte. Dazu benötigt man natürlich etwas, was den Hund motiviert. Das können Leckerlis, Spielzeug oder auch ein gemeinsames Raufen sein. Leckerlis machen sich jedoch am besten, da man mehrere Übungen nacheinander macht. Übung - Click - Leckerli, Übung - Click - Leckerli, usw.
Dabei muss man jedoch darauf achten, dass man die Trainingseinheit nicht zu lang zieht. Lieber mehrmals täglich etwa 5 Minuten, als eine lange Übungseinheit. Das liegt daran, dass die Konzentration den Hund müde macht. Man sagt 10 Minuten Kopfarbeit lasten ihn genauso aus, wie 1 Stunde spazieren. Wenn er keine Konzentration mehr hat, wird er den Spaß daran verlieren und man kann es vergessen. Ein Hund, der keinen Spaß am Trickdogging hat, wird keine Tricks lernen.

Wie lernt der Hund Tricks?

Der Hund lernt seine Tricks generell Schritt für Schritt. Nie von 0 auf 100. Er versteht nicht, was wir sagen und muss bei jedem Trick erneut rausfinden, was wir von ihm möchten. Bei manchen Hunden ist es wirklich süß anzusehen, wie sie einige schon gelernte Tricks durchgehen, weil sie nicht wissen, was ihr Mensch gerade von ihnen möchte.
Beispiel: Dem Hund beibringen, das Licht anzumachen:

Der Mensch hält dem Hund die Hand hin. In den meisten Fällen, gibt der Hund von allein Pfötchen. In dem Moment, wo der Hund die Hand berührt, muss man clickern. Das zeigt dem Hund, dass sein Verhalten richtig ist. Nach dem Click bekommt der Hund ein Leckerli.
Zur Hilfe kann man sich ein Post-it nehmen. Man klebt ihn auf die Handinnenfläche und der Hund gibt Pfötchen. Es dauert nicht lange und der Hund lernt, dass er das Post-it mit der Pfote berühren soll. Immer wenn er das tut, gibt's ein Click und danach ein Leckerli.
Dann geht man mit der Hand immer etwas höher. Der Hund muss seine Pfote dadurch höher heben.
Wenn der Hund das zuverlässig macht, klebt man das Post-it irgendwo hin - an die Wand, eine Tür, ein Stuhl. Irgendwo, wo der Hund noch ohne große Schwierigkeiten mit der Pfote ran kommt. Wenn der Hund das Post-it auf sein Signal hin berührt, kann man es immer höher hängen.
Schafft der Hund auch das, wird das Post-it an den Lichtschalter geklebt. Der Hund muss in den meisten Fällen auf die Hinterpfoten, um den Lichtschalter zu erreichen. Wenn er ihn berührt, gibt's wieder ein Click - ein Leckerli.
Das Post-it wird entfernt und dem Hund wird gezeigt, dass er mit seiner Pfote den Lichtschalter berühren soll. Wenn er es schafft, kann man ruhig mal kurz vor Freude ausflippen. Der Hund wird sich ebenfalls darüber freuen, wenn sein Mensch mit Begeisterung dabei ist. :) Als Belohnung können auch gerne ein paar mehr Leckerlis ins Maul fließen, denn der Trick ist gelernt.
Jetzt gilt es, den Trick zu festigen und an verschiedenen Lichtschaltern auszuprobieren.

Beim Trickdogging ist es wichtig, dass der Mensch mit Begeisterung dabei ist. Der Hund merkt, wenn Geduld oder gar die Lust fehlt. Dann hat auch der Hund keinen Spaß daran. Daher sollte man Trickdogging nie ausüben, wenn man im Stress oder mies drauf ist.

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