Zecken

Sicher geht jeder einmal im Wald spazieren, macht ein Picknick im Park oder läuft barfuß durch den Garten. Dabei denken die wenigsten an die fiesen Gefahren, die im Gras lauern. Sie sind so klein, dass man sie in der Natur kaum sehen kann. Doch hat man einen Hund, werden sie plötzlich sichtbar. Jeder Hundebesitzer kennt die fiesen Biester, die auf ihrem Vierbeiner geradewegs ins Haus reiten - die Zecken!
Wer auf seinem Hund eine laufende Zecke entdeckt, sollte sie sofort entfernen und töten. Man braucht keine Angst zu haben, dass die Zecke einen beim Runtersammeln sticht, es ist keine Wespe. ;) Die Zecke lässt sich Zeit und sucht erst eine geeignete Stelle. Man kann sie also beruhigt nehmen und in aller Ruhe töten. Sitzt eine Zecke bereits fest, muss man sie so schnell wie möglich vom Hund entfernen. Dazu eignet sich eine Zeckenpinzette oder -karte. Dabei muss man jedoch aufpassen, dass man die Zecke nicht quetscht. Auch so verrückte Sachen wie Öl drüber kippen und was man alles so liest, sind nicht ratsam, da sich die Zecke durch solche Sachen nur übergibt. Eventuelle Borrelien, welche bei der Zecke im Darm sitzen können, gelangen dadurch nur schneller in den Körper des Hundes. Und gerade das, will man ja vermeiden.

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Dafür, dass Zecken so klein sind, übertragen sie recht viele Krankheiten. Unter anderem:




Welche natürlichen Feinde haben Zecken?

Viele denken, Zecken haben keine Feinde und keinen Platz in der Nahrungskette. Das stimmt jedoch nicht.
 
Bis die natürlichen Feinde sich jedoch so vermehrt haben, dass wir und unsere Vierbeiner Ruhe vor Zecken haben, müssen wir uns selbst schützen.
 

Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Überall liest man, dass man lange Kleidung tragen soll, wenn man in der Natur unterwegs ist.
Feste, geschlossene, am besten hohe Schuhe, die lange Hose in die Socken und das Shirt in die Hose stecken. Ein Oberteil mit langen Ärmeln tragen und eine Mütze aufsetzen.
Also am besten geht man im Strahlenschutzanzug spazieren. :)
All das ist natürlich richtig zur Vorbeugung für den Menschen, hilft aber dem lieben Vierbeiner wohl kaum. Auch dem Menschen ist wenig damit geholfen, wenn der Hund nun doch sämtliche Zecken vom Spaziergang mit nach Hause bringt.

Was hilft also wirklich? - Wir haben es getestet!

Zu allererst möchte ich sagen, dass sicher nicht jedes Mittel gleich bei jedem Hund wirkt. Jeder Hund ist anders und jedes Mittel wirkt dementsprechend auch anders bei jedem Hund. Wir schreiben hier lediglich das, was nach unserer Erfahrung bei unseren Hunden hilft.
Da wir für unsere Hunde keine Chemie möchten, haben wir uns für mehrere natürliche Sachen in Kombination entschieden.

1. EM-Pipe-Halsband

Unsere Hunde tragen ein Halsband, in dem EM-Pipes eingearbeitet sind. EMs sind effektive Mikroorganismen, welche sich positiv auf Mensch, Tier und Umwelt auswirken. Bei den Pipes handelt es sich um EMs, die in Keramikperlen eingebrannt sind. Diese Pipes nutzen wir sehr gerne, da sie wirklich vielfältig und unschädlich sind. Wir bereiten damit auch unser Trinkwasser auf und waschen unsere Wäsche damit. Auch unsere Hunde bekommen regelmäßig Wasser, das mit EMs aufbereitet wurde.

EMa Lösung

Alternativ oder zusätzlich kann man den Hund auch mit einer EMa-Lösung einsprühen. Diese kann man fertig kaufen oder selbst herstellen. Dazu benötigt man die EM-1 Urlösung, Wasser und Zuckerrohrmelasse - einfach mal im Netz gucken. :)

2. Kokosöl

Morgens, vor unserem ersten Spaziergang, bekommen unsere Hunde etwas Kokosöl mit ätherischen Ölen ins Fell geschmiert. Wobei wir nicht den ganzen Hund einschmieren, sondern abwechselnd Hals, Bauch, Beine und Pfoten. Ebenso bekommen sie regelmäßig Kokosöl und Kokosraspeln ins Futter. Die Raspeln dienen als Faserstoffe und die enthaltende Laurinsäure im Öl schützt sie vor einem Wurmbefall. Die Laurinsäure im Kokosöl ist auch der Grund, warum das Öl gegen Zecken hilft. Diese mögen sie nämlich überhaupt nicht und nehmen gern Abstand. Hat der Hund erstmal den Grundschutz, reicht es aus, ihm 3x wöchentlich Öl ins Fell zu geben. Auch für den Menschen ist Kokosöl ein tolles Öl, um Zecken abzuhalten. Einfach einen Klecks auf Arme und Beine verteilen. Es riecht angenehm, klebt nicht und ist absolut unschädlich - es ist sogar sehr gesund. Daher verwenden wir es sehr gerne.

3. Aromatherapie

Ätherische Öle wirken nicht nur gegen Stress oder Muskelverspannungen, sondern auch gegen verschiedene Ektoparasiten. Es gibt viele verschiedene ätherische Öle zu kaufen, die eine zeckenabweisende Wirkung zeigen (z.B.: Zedernholz, Kiefer, Rosmarin, Lavendel, Teebaum, Orange, Salbei, Rosengeranium, Zitronengras, Sandelholz, Patchouli, Eukalyptus und Minze). Wobei man die scharfen Öle bei Hunden eher nicht verwenden sollte, da ihre Nase viel sensibler ist, als die vom Menschen.

Wie wendet man die Öle am besten an? Die Öle dürfen nicht pur verwendet werden, sondern verdünnt mit Wasser oder Öl (Kokosöl, Mandelöl, usw.). Auf den kleinen Fläschchen stehen immer die Dosierungshinweise für den Menschen. Da Hunde aber eine viel feinere Nase haben, reichen bei ihnen viel weniger Tropfen. Merken kann man sich: Wenn es für den Menschen gut riecht, ist es für den Hund schon zu viel. Außerdem sollte man vorher anhand einer Duftlampe testen, welches Öl der Hund mag. Er sollte immer einen Ort haben, wo er sich zurück ziehen kann, denn auch Hunde können von Düften Kopfschmerzen oder Übelkeit bekommen.

Hat man das Öl gefunden, was dem Hund und auch einem selbst gefällt, eignet sich eine Sprühflasche zum besprühen des Hundes. Einfach destilliertes Wasser rein, ätherisches Öl dazu, schütteln und den Hund einsprühen. Dabei muss man jedoch darauf achten, dass man nicht das Gesicht des Hundes trifft. Da sich Öl und Wasser jedoch immer wieder von einander trennen, muss man die Mischung jedes Mal vor dem Aufsprühen, schütteln.
Oder man macht sich eine Mischung mit Kokos- oder Mandelöl. Dazu einfach das Kokos- oder Mandelöl erwärmen und mit ätherischen Ölen mischen. In ein Gefäß abfüllen und wieder fest werden lassen. Vor dem Spaziergang kann man dann etwas Öl nehmen, es in der Hand erwärmen und den Hund damit einreiben.
Für den Menschen eignen sich auch kleine Roll-Ons. Dazu braucht man nur Kokos- oder Mandelöl im Wasserbad erwärmen, ätherische Öle dazu geben und das ganze in das kleine Fläschchen abfüllen. Vor dem Spaziergang in der Natur kann man die Mischung hinter den Ohren, an den Handgelenken und Knöcheln auftragen.

4. Kräuter seit 2019

Nach dem letzten viel zu warmen Winter, scheinen die Zecken resistenter geworden zu sein. Daher bedienen wir uns ab diesem Jahr etwas mehr in der Natur und geben den Hunden zusätzlich Zistrosenkraut und Bierhefe ins Futter. Beide haben viele positive Eigenschaften. Unter anderem verändern sie den Geruch der Hunde so, dass Zecken sie gern vorbei gehen lassen.

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